
Der Verkehr auf dem Messeschnellweg soll auch künftig über eine Brücke am Weidetorkreisel in Hannover geführt werden. Diese Entscheidung hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Hannover getroffen und am Mittwoch, 4. März, im Bauausschuss der Stadt vorgestellt.
Der Entscheidung ging ein umfassender Vergleich verschiedener Varianten voraus. Dabei wurde auch eine Unterführung geprüft. Nach Angaben der Landesbehörde erwies sich jedoch eine Brücke bei mehreren Kriterien als vorteilhafter. Sie gilt als wirtschaftlicher, benötigt weniger Fläche und verursacht geringere Auswirkungen auf Umweltbereiche wie Flora, Fauna, Boden und Grundwasser.
Die Planungen für den Ersatzneubau sollen nun weiter konkretisiert werden. Die Gestaltung der neuen Brücke soll eng mit der Landeshauptstadt Hannover abgestimmt werden.
Damit der Verkehr auf dem Messeschnellweg während der Bauphase weiterhin zuverlässig geführt werden kann, ist zunächst eine Behelfsbrücke vorgesehen. Sie soll südlich der bestehenden Brücke entstehen und eine Länge von etwa 210 Metern haben. Die Anbindung an das städtische Straßennetz bleibt erhalten. Gleichzeitig soll die Behelfsbrücke den städtischen Verkehr entlasten, da schwere Lastwagen wieder über den Messeschnellweg fahren können. Derzeit müssen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen den Schnellweg verlassen und über den Weidetorkreisel ausweichen.
Für den Bau der Behelfsbrücke hat die Landesbehörde bereits das Baurechtsverfahren bei der Planfeststellungsbehörde der Region Hannover beantragt. Parallel werden die technischen Planungen weiter ausgearbeitet. Zu den vorbereitenden Maßnahmen gehört unter anderem die Verlegung von Versorgungsleitungen im Untergrund.
Der Bau der Behelfsbrücke soll Mitte 2028 beginnen. Zuvor werden vorbereitende Arbeiten wie Kampfmitteluntersuchungen und Leitungsumlegungen durchgeführt. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2030 vorgesehen.
Bis dahin bleibt die bestehende Brücke weiterhin nutzbar. Dafür wird sie derzeit verstärkt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis April abgeschlossen sein.
