Nach dem Angriff auf eine Stadtbahnfahrerin in der Region Hannover fordert die SPD mehr Maßnahmen für die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr. In einer Pressemitteilung vom heutigen Donnerstag, 5. März 2026, äußert sich die SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, Eva Bender, zu dem Vorfall und kündigt ein umfassendes Sicherheitskonzept an.
Der Angriff habe viele Menschen erschüttert, heißt es in der Mitteilung. „Wer im Dienst für unsere Gemeinschaft unterwegs ist, darf niemals Ziel von Gewalt werden“, erklärt Bender. Ihre Gedanken seien bei der betroffenen Mitarbeiterin, deren Familie sowie den Kollegen.
Nach Einschätzung der SPD sei der Vorfall kein Einzelfall. Vielmehr spürten viele Menschen in der Region Hannover seit Jahren ein nachlassendes Sicherheitsgefühl im öffentlichen Nahverkehr. Besonders Frauen, Jugendliche und ältere Menschen berichteten zunehmend davon, sich an Haltestellen oder in Bussen und Bahnen unsicher zu fühlen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden.
Bender kündigt daher das Programm „Sicher unterwegs“ an, das ein präventives Sicherheitskonzept für den öffentlichen Personennahverkehr in der Region Hannover schaffen soll. Ziel sei ein ganzheitlicher Ansatz, der über kurzfristige Maßnahmen hinausgeht. „Sicherheit entsteht nicht allein durch mehr Kontrolle. Sicherheit entsteht dort, wo Menschen sich gesehen, ernst genommen und unterstützt fühlen“, erklärt Bender.
Nach Angaben der SPD soll das Konzept unter anderem bessere Kontaktmöglichkeiten und schnellere Reaktionswege in Gefahrensituationen schaffen. Zudem sollen Haltestellen attraktiver, sauberer und übersichtlicher gestaltet werden, damit sie als sichere Aufenthaltsorte wahrgenommen werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Stärkung mobiler Sozialarbeit im Umfeld des Nahverkehrs, um Konflikte frühzeitig zu entschärfen.
Langfristiges Ziel sei es, dass sich Menschen wieder selbstverständlich und ohne Angst mit Bus und Bahn in der Region bewegen können. Die Region Hannover soll nach den Vorstellungen der SPD dabei eine koordinierende Rolle übernehmen und gemeinsam mit Verkehrsunternehmen, Kommunen, Polizei und sozialen Trägern ein Netzwerk für mehr Sicherheit aufbauen.
Weitere Einzelheiten zu dem Programm „Sicher unterwegs“ will die SPD in den kommenden Wochen vorstellen.
