Sexuelle Gesundheit im Fokus

Am Mittwoch, 19. März 2026, steht der bundesweite Tag des Gesundheitsamtes unter dem Motto „Vielfalt für Gesundheit“. Auch das Gesundheitsamt der Region Hannover nutzt den Aktionstag, um seine Angebote rund um sexuelle Gesundheit vorzustellen und auf Beratungs- und Testmöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Sexuelle Gesundheit sei ein wichtiger Bestandteil eines selbstbestimmten und gesunden Lebens, erklärt Dr. Andrea Wünsch, Leiterin des Gesundheitsamtes der Region Hannover. „Sexuelle Gesundheit umfasst weit mehr als medizinische Tests. Sie bedeutet auch selbstbestimmt leben, zu wissen, wo man sich beraten lassen und wie man sich schützen kann – vor sexuell übertragbaren Krankheiten“, sagt sie. Gleichzeitig sei es dem Gesundheitsamt wichtig, dass sich alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft oder Lebensweise gut beraten fühlen.

Das Gesundheitsamt bietet Einwohnern der Region Hannover vertrauliche Beratungen rund um sexuelle Gesundheit an, auf Wunsch auch anonym. Dazu gehören Informationen über sexuell übertragbare Infektionen, Testmöglichkeiten sowie Beratung zur HIV-Prävention. Darüber hinaus unterstützt das Team bei Fragen zu Sexualität, Partnerschaft oder Schutzmöglichkeiten. Ziel sei es, Wissen zu vermitteln, Vorbehalte abzubauen und Menschen dabei zu unterstützen, eigenständig Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen.

Die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit befindet sich in der Weinstraße 2–3 in Hannover. Termine können telefonisch unter 0511/61643148 vereinbart werden. Die telefonische Terminvergabe erfolgt montags und dienstags von 9 bis 11 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr, donnerstags von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr. Zusätzlich gibt es donnerstags von 10 bis 11:30 Uhr und von 13 bis 15:30 Uhr eine offene HIV-Sprechstunde. Beratung und HIV-Labortest sind anonym und kostenlos. Eine Beratung durch Frauen für Frauen, durch Männer für Männer sowie durch schwule Sozialarbeiter ist ebenfalls möglich. Weitere Informationen stehen unter hannover.de/rh20260312.

Das Gesundheitsamt der Region Hannover ist für alle 21 Städte und Gemeinden der Region zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Beratung von Schwangeren und Familien, Schuleingangsuntersuchungen für Vorschulkinder, sozialpsychiatrische Hilfen sowie die Überwachung von Hygiene- und Umweltstandards in Einrichtungen. Auch die Bekämpfung von Infektionskrankheiten gehört zu den zentralen Aufgaben. Gleichzeitig arbeitet der Öffentliche Gesundheitsdienst daran, gesundheitliche Chancengleichheit zu stärken und Barrieren beim Zugang zu Beratung und Prävention abzubauen.

Wie vielfältig kommunale Gesundheitsförderung ist, zeigt sich auch beim Bundessymposium des Gesunde Städte-Netzwerks, das von Dienstag, 18. März, bis Donnerstag, 20. März, im Regionshaus in Hannover stattfindet. Rund 170 Fachleute aus Kommunen, Selbsthilfe, Wissenschaft und Gesundheitswesen werden erwartet, darunter Vertreter von mehr als 60 Gesundheitsämtern aus Deutschland. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsförderung und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Dabei wird auch die Bedeutung der Lebensbedingungen für die Gesundheit der Bevölkerung thematisiert. Faktoren wie Wohnraum, Mobilität, Umwelt, Bildung oder soziale Teilhabe beeinflussen maßgeblich die gesundheitliche Situation der Menschen. Ziel des Austauschs ist es daher, gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern und Menschen in ihrem Lebensumfeld frühzeitig mit passenden Angeboten zu erreichen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des Netzwerks soll zudem die sogenannte Hannover-Erklärung verabschiedet werden, die gemeinsame Grundprinzipien der Mitglieder festhält und ein politisches Signal für eine stärkere kommunale Verantwortung in der Gesundheitsförderung setzen soll.

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