Kriminalität in der Region Hannover weiter rückläufig

Die Polizeidirektion Hannover hat am heutigen Dienstag, 17. März 2026, die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Demnach ist die Gesamtzahl der registrierten Straftaten erneut gesunken und liegt mit 103.478 Fällen auf dem zweitniedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 7.097 Fälle beziehungsweise 6,42 Prozent. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote leicht auf 61,14 Prozent gestiegen. 

Als wesentliche Gründe für die Entwicklung nennt die Polizei insbesondere rückläufige Zahlen bei Diebstahls- und Rauschgiftdelikten. So ging etwa die Zahl der Fahrraddiebstähle deutlich zurück. Auch gesetzliche Änderungen wie die Teillegalisierung von Cannabis zum Dienstag, 1. April 2024, wirken sich laut Polizei auf die Statistik aus. 

Im Bereich der Gewaltkriminalität wurde ein Rückgang um rund sieben Prozent auf 4.681 Fälle verzeichnet. Auch die Zahl der Messerangriffe sank leicht auf 794 Fälle. Trotz dieser Entwicklung betont die Polizei, dass sich diese Deliktsbereiche weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen. 

Erstmals seit Jahren ist zudem die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt gesunken. Im Jahr 2025 wurden 6.631 Fälle registriert, was einem Rückgang von rund drei Prozent entspricht. Gleichzeitig stieg die Zahl der Opfer insgesamt leicht auf 27.935. 

Auch bei der Jugendkriminalität zeigt sich eine rückläufige Entwicklung. Die Zahl der tatverdächtigen Kinder und Jugendlichen ging deutlich zurück, ebenso die Fälle von Gewaltkriminalität in dieser Altersgruppe. 

Demgegenüber steht ein Anstieg der Straftaten gegen Polizei- und Rettungskräfte. Hier wurden sowohl bei Polizeikräften als auch bei Rettungsdiensten neue Höchststände erreicht. 

Insgesamt bewertet die Polizeidirektion Hannover die Entwicklung der Kriminalität in der Region als positiv, sieht jedoch weiterhin Handlungsbedarf insbesondere bei Gewalt- und Bedrohungsdelikten.

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