
Die Sprinti-Flotte in der Region Hannover wird größer, elektrischer und ein Stück weit auch regionaler. Wie die Region Hannover mitteilt, ergänzen ab sofort 60 vollelektrische Fahrzeuge von Volkswagen Nutzfahrzeuge den Fuhrpark. Dazu gehören 20 vollelektrische ID.Buzz aus dem VW-Werk Stöcken sowie 40 neue VW eCaravellen. Zusammen mit dem Austausch älterer Fahrzeuge steigt damit die Elektroquote der Flotte auf 46 Prozent. Künftig fahren 60 von insgesamt 130 Sprinti-Fahrzeugen ohne Schadstoffausstoß.
Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz verweist auf die weiterhin hohe Nachfrage nach dem On-Demand-Angebot. Im März sei mit mehr als 150.000 Fahrgästen ein neuer Spitzenwert erreicht worden. Die weitere Elektrifizierung der Flotte bezeichnet er als wichtigen Baustein des Verkehrsentwicklungsplans 2035.
Auch Volkswagen Nutzfahrzeuge hebt die Bedeutung des Projekts hervor. Vorstandsvorsitzender Stefan Mecha erklärt, der Einsatz von 60 neuen vollelektrischen Fahrzeugen sei ein starkes Zeichen für die Region. Mit dem ID.Buzz komme dabei auch ein Modell aus dem Werk in Hannover zum Einsatz, das sich bereits vielfach im Alltag bewährt habe.
ÜSTRA-Vorständin Elke van Zadel spricht von einem Gemeinschaftserfolg. Die inzwischen rund vier Millionen Fahrten zeigten, wie fest Sprinti im Alltag der Menschen verankert sei. Mit der weiteren Elektrifizierung gehe das Angebot nun den nächsten konsequenten Schritt und verbinde flexible On-Demand-Mobilität mit emissionsfreien Antrieben.
Sprinti ergänzt seit dem 1. Juni 2021 den öffentlichen Nahverkehr in der Region Hannover und ist inzwischen in 12 Kommunen unterwegs. Damit ist die gesamte GVH-Tarifzone C abgedeckt. Das System funktioniert ohne feste Haltestellen und ohne klassische Fahrpläne. Die Fahrt wird per App gebucht, der Kleinbus kommt dann zu einer virtuellen Haltestelle, die höchstens 150 Meter vom gewünschten Abholort entfernt liegt. Voraussetzung ist ein gültiges Ticket.
Eingesetzt wird Sprinti dort, wo der klassische Nahverkehr im ländlichen Raum kein ausreichendes Angebot bietet. Gibt es bereits eine passende reguläre Linienverbindung, wird kein Sprinti angeboten. Die Fahrzeuge bieten Platz für bis zu sechs Fahrgäste sowie zwei Rollstuhl- oder Kinderwagenplätze. Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, kann dies im Kundenprofil angeben, damit ein entsprechendes Fahrzeug bereitgestellt wird.
