Herkulesstaude breitet sich in der Wedemark aus

Der Riesen-Bärenklau breitet sich in der Wedemark erneut aus. Die invasive Pflanze, die auch als Herkulesstaude bekannt ist, verdrängt heimische Arten und kann bei Menschen schwere Hautverletzungen verursachen. Besonders gefährlich ist der Pflanzensaft in Verbindung mit Sonnenlicht. Bereits kurze Berührungen können schmerzhafte Hautreaktionen und verbrennungsähnliche Verletzungen auslösen. Auch für Kinder und Hunde kann der Kontakt gefährlich werden.

„Gerade jetzt im Frühjahr ist es wichtig, neue Standorte frühzeitig zu erkennen“, sagt René Rakebrandt, Umweltschutzbeauftragter der Gemeinde Wedemark. „Nur so können wir verhindern, dass sich die Pflanze weiter ausbreitet.“

Die Herkulesstaude kann Höhen von bis zu drei Metern erreichen und bildet tausende Samen. Diese bleiben über Jahre keimfähig und sorgen dafür, dass die Pflanze immer wieder auftaucht. Deshalb bittet die Gemeinde darum, Fundorte zu melden. Über das Formular auf www.wedemark.de/herkulesstaude können Standorte digital gemeldet und Fotos hochgeladen werden. Die Hinweise werden geprüft, anschließend werden Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.

Auch Grundstückseigentümer sind gefordert. Der Riesen-Bärenklau kann sich schnell auf Nachbargrundstücke, Wege oder Grünflächen ausbreiten. Bestehende Pflanzen sollten daher möglichst frühzeitig entfernt werden, möglichst vor der Samenbildung und nur mit geeigneter Schutzkleidung.

Bei größeren Beständen oder Unsicherheiten empfiehlt die Gemeinde, keine Eigenmaßnahmen ohne ausreichenden Schutz durchzuführen. Unterstützung und Beratung bieten der Nabu, das Grünflächenamt der Gemeinde sowie der Umweltschutzbeauftragte der Wedemark. Gemeinsam mit dem Nabu Wedemark führt die Gemeinde in den kommenden Wochen zudem weitere Bekämpfungsaktionen im Gemeindegebiet durch.

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